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Der Wirrwarr zwischen Recycling, Upcycling, Downcycling - leicht gemacht!


Was der Unterschied zwischen den Begriffen Recycling, Upcycling & Downcycling ist und mit welchen coolen Ideen du deinen Abfall in deine nächste Lieblingsmütze verwandeln erklärt unser Community Member Lydia dir in diesem Beitrag. Danke, Lydia!

Ich glaube jeder von uns kennt es: Der Müll ist mal wieder voll & muss rausgebracht werden. Da frage ich mich nicht selten, woher denn der ganze Abfall kommt und verfluche mich innerlich für die zehn Joghurtbecher, die ich in der vergangenen Woche gegessen habe. Denn dann wäre der Müll jetzt nicht voll und ich müsste nicht in den strömenden Regen hinaus, um den gelben Sack in die Tonne zu schmeißen. 

Gleichzeitig regt sich auch mein Gewissen bei mir. Wenn nur unsere vierköpfige Familie so viel Müll produziert, wie ist das dann bei einer Großfamilie? Falls jede Lebensgemeinschaft in Deutschland einen ähnlichen Lebensstil verfolgt, sammeln sich ziemlich große Mengen an Abfall in nur einer Woche an, die irgendwie entsorgt werden müssen. Ich hab mal etwas recherchiert: Ungefähr 230kg Müll produziert jeder Deutsche im Jahr. Unfassbar!🤯

Was ist Müll und was nicht?

Per Definition sind alle Gebrauchsgegenstände, die du nicht mehr möchtest oder verwendbar sind, Abfall. Somit ist der Begriff Abfall ziemlich subjektiv formuliert, denn was für den einen ein leerer Joghurtbecher ist, ist für den anderen vielleicht eine Box, um die verstreuten Kugelschreiber zu sammeln. Das heißt: sobald ein Gegenstand wieder eine Verwendung findet – ob im ursprünglichen Zweck oder neu interpretiert – ist dieser kein Müll mehr. Wenn aber eine Sache beschädigt oder unter keinen Umständen mehr benutzbar ist, dann bezeichnet man es als Abfall. 

Aber dann sollte es doch ziemlich einfach sein, Müll zu reduzieren - oder? Schließlich liegt es in unserer Hand dem vermeintlichen Abfall einen neuen Zweck zu geben. Um Müll zu vermeiden gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich alle in wenigen Punkten unterscheiden. 

Wiederverwendung

Ganz einfach: Einen Gegenstand nach seinem Gebrauch in seinem ursprünglichen Zweck wieder einzusetzen ohne, dass er in irgendeiner Weise verändert worden ist.

Die erste und schnellste Variante ist weitbekannt und dennoch zu wenig angewendet. Beispielsweise kannst du eine Plastikwasserflasche wiederverwenden, indem du einfach wieder ein Getränk hineinfüllst, oder ein Einmachglas für selbstgemachte Marmelade benutzt. Wiederverwendung benötigt kaum Zeit und spart sogar im Schnitt Geld, da man auf das Kaufen von neuen Einmachgläsern oder Flaschen verzichtet. Gleichzeitig setzt man ein Zeichen für die Wirtschaft & Industrie. Denn wenn mehr wiederverwendet wird, werden weniger Produkte & Rohstoffe gebraucht und folgendermaßen weniger produziert, um sich der Nachfrage anzupassen. Kein Unternehmen möchte seine Produkte produzieren, um später auf seinen Kosten sitzen zu bleiben. So jedenfalls in der Theorie, denn in der Praxis braucht es eine riesige Menge an Menschen, um auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch ist dieses Prinzip von jedem anwendbar – egal ob alt oder jung, reich oder arm – und hat praktisch keinen Zeitaufwand. Ich selbst entsorge schon lange keine leeren Marmeladengläser oder Glasflaschen mehr. Es gibt zu viele Möglichkeiten, sie wiederzuwenden - als kreative Geschenke, süße Teelichter oder als coole Limo Flaschen. 

Recycling

Recycling: Wiederverwertbare Abfallgüter aufbereiten & in neue Rohstoffe verwandeln, indem das ursprüngliche Produkt zerstört wird & der gewonnene Wertstoff für die Herstellung neuer Produkte verwendet wird. Gerade dieser Begriff sollte klar definiert werden, da er häufig falsch verwendet wird. 

Recycling kommt aus dem Englischen und meint Wiederaufbereitung. Es ist also ein Prozess involviert bevor das Produkt oder der Rohstoff wiederbenutzt werden kann. Das Produkt wird nicht direkt wiederverwendet! Alle Verfahren, die wiederverwertbare Abfälle aufbereiten und in neue Rohstoffe oder in ein neues Produkt verwandeln werden so genannt. Dabei wird das ursprüngliche Produkt meist durch Schmelzverfahren zerstört, sodass der gewonnene Wertstoff für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden kann. 

Beispielsweise werden oft Pfandflaschen oder auch Glasflaschen in den Braun-, Weiß- oder Grünglascontainern recycelt, also neue Flaschen aus der geschmolzenen Masse hergestellt. Zu dem Recycling-Prozess trägt bereits jeder Bürger mit der Mülltrennung bei. Der Prozess funktioniert jedoch nur so lange, wie der Abfall richtig getrennt wird. Immer häufiger habe ich schon gesehen, wie Plastik in den Biomüll geschmissen oder schlichtweg der Müll in öffentlichen Geländen nicht getrennt wird. We can do better, guys!

Upcycling

Ein Produkt oder einen Wertstoff in anderer Weise als der ursprüngliche Gebrauchszweck wiederverwenden, wodurch sie eine Aufwertung erhalten. Der Upcycling-Trend hat mittlerweile die Social-Media-Kanäle wie eine riesige Welle überflutet. Ob Pinterest, Instagram oder Snapchat – überall findet man immer ausgefallenere Ideen, um den alten Wanderschuhen von der Oma oder dem einzelnen Autoreifen aus der Garage eine neue Berufung zu geben. 

Im Gegensatz zum Recycling wird das ursprüngliche Produkt intakt gelassen. So dekoriert man den Garten mit Blumentöpfen aus Wanderschuhen oder baut mit den kleinen Geschwistern eine Gartenschaukel aus einem Reifen. Upcycling wurde in der Nachkriegszeit geboren als Rohstoffe knapp waren und man gleichzeitig einen Überfluss an Abfall hatte. So konnten Familien kostengünstig Kindern Spielzeuge zur Verfügung stellen oder Haushaltsgegenstände improvisieren mit Dingen, die man zu Hause hatte.

Downcycling

Eine Form des Recyclings, bei der das recycelte Material mit jeder Wiederaufbereitung etwas von seinem Wert verliert bzw. an Qualität nachlässt.

Im Gegensatz zum Upcycling bleibt bei dieser Methode das ursprüngliche Produkt nicht erhalten. Zwar ist dies eine Form des Recyclings, jedoch büßt das recycelte Material mit jeder Wiederaufbereitung etwas Qualität ein – es ist also kein unendlicher Kreislauf, sondern eine Verwertungsspirale nach unten. Der Prozess stoppt spätestens, wenn der Energie- & Materialaufwand der Wiederaufbereitung dem Nutzen & Wert des hergestellten Produktes übersteigt. 

Downcycling kennt man beispielsweise aus der Altpapieraufbereitung, wo die ursprünglichen Holzfasern mehrfach genutzt werden. Bei jedem Recycling-Durchgang müssen frische Fasern hinzugegeben werden, da die alten zunehmend beschädigt werden. 

Wie wirst du selbst kreativ?

Wie schon bereits erwähnt gibt es zig Tausende Ideen zum Recycling, Upcycling & Downcycling von unserem Müll im Internet. Da ist für jede Situation etwas dabei! Auch nur einen Teil dieser Ideen hier zusammenzufassen würde den Rahmen dieses Artikels um einiges sprengen, deshalb habe ich im Folgenden einen Pinterest-Link für euch zur Verfügung gestellt, der euch super einfache & geniale Inspiration bietet:


👋🏼 Hier geht's zur Inspo!

 

xx Eure Lydia


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